Erstgericht: „Heute = Scheißblatt“ ist unhöflich aber zulässig

Wir haben in der Privatanklagesache Dr.in Eva Dichand gegen Günther R. wegen § 42 MedienG iVm § 115 Abs 1 StGB die schriftliche Urteilsausfertigung erhalten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig: Dr.in Eva Dichand hat Berufung angemeldet. Der Erstrichter begründet den Freispruch damit, dass nicht von einer bloßen Beschimpfung auszugehen sei, sondern von einem Verhaltensvorwurf im Sinne des § 111 StGB (Üble Nachrede).

Vergesslich oder korrupt?

Der ehemalige Finanzminister, Landesparteiobmann der ÖVP Wien und enger Vertrauter des damaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz, Mag. Gernot Blümel, brachte 2021 eine zivilrechtliche Klage gegen den pensionierte Informatiker Wolfgang Pechlaner ein, der das Abstimmungsverhalten der ÖVP-Abgeordneten im Europäischen Parlament kommentiert hatte.

Rasche Löschung von rechtswidrigen Äußerungen

Beschlagnahme: Ist die rasche Löschung von unwahren Behauptungen auch im selbständigen Entschädigungsverfahren (§ 8a MedienG) möglich? Jetzt ist der Mediensenat des OGH am Zug!
Werden unwahre Behauptungen über jemanden verbreitet oder wird jemand Opfer von Hass im Netz, so ist eines der wichtigsten Mittel, mit denen man sich zur Wehr setzen kann, der sogenannte Einziehungsantrag im Medienverfahren.

Buchpräsentation „Praktischer Journalismus“

Am 14. Oktober 2024 um 18:30 Uhr, findet im Audimax der Uni Wien die Präsentation des Buches „Praktischer Journalismus. Ein Lehrbuch für den Berufseinstieg und alle, die wissen wollen, wie Medien arbeiten“ statt. Der Eintritt ist frei.

Der Sammelband, der im Juli 2023 erschienen ist, wurde von Ingrid Brodnig, Florian Klenk, Gabi Walder-Pammersberger und Armin Wolf herausgegeben. Insgesamt haben rund 60 führende Persönlichkeiten aus der Medienbranche mit Beiträgen zu Themen wie journalistische Grundlagen, Ressorts und Darstellungsformen zum Buch beigetragen. Zudem liefert Maria Windhager einen rechtlichen Überblick zum Medien- und Persönlichkeitsschutzrecht.