Der Monroe E. Price Media Law Moot Court ist ein vom Bonavero Institute of Human Rights in Oxford organisierter internationaler Medienrechtwettbewerb. Der Fokus liegt vor allem auf der Schnittstelle zwischen Meinungsfreiheit und technischen Innovationen. Dieser Wettbewerb bietet Studierenden eine praxisnahe Möglichkeit, sich mit aktuellen internationalen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Der diesjährige Fall umfasst die Menschenrechtseingriffe des fiktiven Staates Uxi in das Recht auf Privatsphäre und das Recht auf Meinungsfreiheit nach den Artikeln 17 und 19 des International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR). Die Eingriffe reichen von Telekommunikationsüberwachung durch Spyware, Website-Blocking und Quellenschutz von Journalist:innen über den Entzug von Aufenthaltstiteln bis zur fristlosen Kündigung einer Professorin.
Das Team der Universität Wien, darunter unsere Mitarbeiterin Sayla Saransig, verfasste für die Antragsteller und den Antragsgegner jeweils ein Memorandum und verteidigte in den regionalen Runden in Paris beide Parteien mündlich. Die teilnehmenden Teams kamen aus ganz Europa. Die Jury bestand aus einem beeindruckenden Pool aus internationalen Jurist:innen, wovon viele schon seit Jahren als „Richter:innen“ dieses Wettbewerbs tätig sind.
Nach drei intensiven Tagen in Paris wurden die regionalen Gewinner insgesamt sowie in den Kategorien „Best Oralist“ und „Best Memorial“ gekürt. Das Team der Universität Wien hat hier die Auszeichnung für das „Best Memorial“ entgegengenommen und somit die höchsten Punkte insgesamt im schriftlichen Teil der regionalen Runden erzielt.
Das Team hat sich schließlich auch für die internationalen Runden in Oxford qualifiziert. Hier werden im April die besten Teams weltweit gegeneinander antreten, aus denen ein Team als Gewinner hervorgehen wird. Die International Rounds finden zwischen dem 13. und 17. April 2026 an der Universität Oxford statt.
Wir drücken die Daumen!