True Crime: Wo bleibt die Würde der Opfer?

Das Genre „True Crime“ erzählt reale Kriminalfälle nach. Seine Ursprünge reichen in das 20. Jahrhundert zurück. Der aktuelle Boom entstand bereits in den 2010er-Jahren, auch durch die zunehmende Beliebtheit von Podcasts. Die Formate stoßen aber auch auf Kritik: Sie würden nicht selten ein voyeuristisches Interesse bedienen. Das Leid der Opfer würde ausgebeutet, deren Persönlichkeitsrechte seien kaum existent.

Wichtige Mediengesetze von ÖVP blockiert

Beleidigungsklagen als Geschäftsmodell: Rechtsanwalt Robert Kerschbaumer hat z.B. Florian Klenk (vertreten durch Maria Windhager) mittlerweile mit 16 Klagen eingedeckt. Eine Neuregelung im Medienrecht dazu wird von der ÖVP blockiert, weil diese das Zustandekommen davon abhängig macht, auch die Gratis„zeitungen“ von Dichand und Fellner mit der Zustellförderung zu bedenken.

Täterkunst: Protest gegen Otto Mühls Werk

Eine Retrospektive von Otto Mühl im Wiener Aktionismus-Museum sorgt bei Betroffenen für Protest. Sie waren als Kinder und Jugendliche in der von Mühl gegründeten Organisation am burgenländischen Friedrichshof und berichten von systematischem psychischem und physischem Missbrauch.

Der Plagiatsjäger – Das Geschäft mit dem Vorwurf

Ob die ehemaligen Spitzenpolitikern, die heiß diskutierte Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht oder kritischen Anwältinnen: Ihnen allen wurden Plagiate unterstellt. Und hinter all diesen Vorwürfen steckt der selbsternannte Plagiatsjäger Stefan Weber.

Die Causa Birkmeir vs. Pesl

Ausgangspunkt dieser Episode ist eine Klage von Thomas Birkmeir, langjähriger Direktor des Theaters der Jugend, gegen den Kulturjournalisten Martin Pesl – wegen eines FALTER-Artikels, den Pesl zusätzlich auf eigenen Kanälen veröffentlicht hat. Folge 99 zeichnet nach, welche medial behandelten Vorwürfe gegen Birkmeir im Raum stehen, wie Pesls strittiger Text die Debatte rund um das Theater der Jugend zuspitzt und an welchen Formulierungen und Veröffentlichungsformen Birkmeirs Anwält:innen einen Entschädigungsanspruch festmachen.

#MeToo im ORF: Die Weißmann-Chats

Über die Tragödie von Graz ist in Österreich in sehr unterschiedlicher Weise berichtet worden. Wo verläuft die Grenze zwischen Journalismus, der informieren muss, und Voyeurismus, der mit Emotionen Geschäfte macht? Und was sagt das Medienrecht? Mit Raimund Löw diskutieren Robert Treichler (Profil), die Medienanwältin Maria Windhager, Christian Nusser (Newsflix) und Barbara Tóth (Falter).

RSF Index 2026

Pressekonferenz zum RSF Index der Pressefreiheit 2026 am 30. April 2026: Gemeinsam mit Maria Windhager (Medienrechtsanwältin, ROG-Vorstandsmitglied) präsentierten Generalsekretär Martin Wassermair und Präsident Fritz Hausjell die aktuellen Ergebnisse.

#310 Die Nonnen von Goldenstein #15

Am Ende geht es um die Menschenwürde. So lautet das Credo von Maria Windhager, eine der bekanntesten Medienanwält:innen des Landes. Es gilt auch im Fall der Nonnen von Goldenstein. Windhager ist mit ihnen vor das Landesgericht Salzburg gezogen, um den Betreiber ihres früheren Instagram-Accounts zu stoppen.